Joghurt's Techblog

Nützliches Zubehör für Sportschützen/Wiederlader

  • Gewehrkoffer
    Sehr gut verarbeiteter, massiver, wasserdichter Gewehrkoffer mit Rollen, die Schaumstoffeinlage ist in einem Zentimeter breiten und hohen Streifen vorgeschnitten. Analog zum Pelican-Case, aber zu weniger als einem Viertel des Preises.
  • Hülsenfangsack
    Sehr gut geeignet für Wiederlader, damit man seine Hülsen leichter wieder findet und in der Zwichenzeit keiner darauf tritt. Wird über einen kugelgelagerten Weaver/Picatinny-Adapter mit der Waffe verbunden, kann damit innerhalb einer Sekunde verbunden und getrennt werden. Man kann auch Adapter nachkaufen, wenn man mehr als eine Waffe hat. Das Netz lässt sich per Klettverschluß vom massive Drahtgerüst trennen und dieses kann dann z.B. mit einer Zange der Form der Waffe angepasst werden.

Kapselgehörschutzschalen umlackieren

Ich besitze, wie der Großteil der Kollegen in meinem lokalen Schützenverein, einen Peltor SportTac Kapselgehörschutz von 3M um beim Training meine Ohren zu schützen.

Damit die nicht alle gleich aussehen und verwechselt werden bietet Peltor verschieden farbige Kunststoffschalen an, um die farbigen Elemente des Gehörschutzes den persönlichen Wünschen anpassen und somit leichter unterscheiden zu können.

Leider gibt es da meines Wissens nur etwas über eine Hand voll verschiedene Farben (als da wären Schwarz, Rot, Dunkelgrün, Orange, Neongrün, Pink, Weiß und Tarnfarben): Wenn man etwas Individualität an den Tag legen möchte muss man also selber kreativ werden.

Da ich kein gelernter Lakierer bin kann ich nur von selbst gemachten (und angelesenen) Erfahrungen lernen, und da ich vermutlich nicht der Einzige bin, dachte ich mir, schreibe ich das hier mal auf, auf dass es vielleicht jemandem helfe.

Zuerst mal habe ich die beiden zu bearbeitenden Schalen vom Kopfhörer abgenommen (durch vertikales verschieben des jeweiligen zentralen Clips) und von diesen dann die beweglichen (schwarzen) Komponenten entfernt: das geht bei dem zentralen Clip durch leichtes verdrehen, und beim Mikrofonschutz durch sanftes eindrücken der vier Haltewinkel mit einem Schraubenzieher oder Fingernagel oder so.

Im nächsten Schritt habe ich die Schalen mit etwas Reinigungsalkohol entfettet (gibts z.B. in der Apotheke), als sie wieder trocken waren die erste Schicht Grundierung in Form von Plastic Primer aus dem Baumarkt aufgetragen. Vorheriges Aufrauen mit Schmirgelpapier oder Ähnlichem wie bei Metall ist dabei nicht nötig.

Nach fünf Minuten habe ich mit jeweils fünf bis zehn Minuten Abstand ein paar dünne(!!) Schichten weißen Lacks aus der Sprühdose aufgetragen, bis die Originalfarbe nicht mehr zu sehen war, damit die Farbe, die ich mir ausgesucht habe, rein und gut zur Geltung kommt.

Anschließend ein paar dünne Schichten Farbe (die müssen nicht jeweils deckend sein, es reicht völlig, wenn nach dem Sprühdurchgang der Untergrund etwas weniger durchscheint als vorher!), bis alles (auch am Rand) sauber und gleichmäßig bedeckt war, dann ein paar Schichten Klarlack. Zwischen jeder Sprührunde jeweils fünf bis 30 Minuten Pause, je nach Feuchtigkeit (entspricht der aufgebrachten Menge im Durchgang) des Lacks.

Dann ein paar Stunden (in meinem Fall war es eine Nacht) trocknen lassen und dann gegen das "rauhe" Gefühl, das entsteht, wenn man immer nur vorsichtig einzelne Pigmente auf die Oberfläche sprüht, die abschließende (diesmal dickere) Schicht Klarlack; gerade soviel, das sich keine Tropfen bilden, aber auch nicht viel weniger - die Oberfläche soll schon überall nass sein. Wenn das geklappt hat, dann hat man nach dem Trocknen eine schön glänzende, glatte Oberfläche.

Das absolut wichtigste ist bei der ganzen Prozedur, nicht die Geduld zu verlieren : Wenn man es auch nur in einem Durchgang mit der Farbe übertreibt, dann wird sie Tropfen bilden, in etwaige Mulden laufen und sich dann beim abschließenden Trocknen zusammenziehen - das gibt dann hässliche Falten im Lack. Wenn man es bei einer Grundierungsschicht übertreibt, dann wird die darüber liegende Farbe aufreißen und die Grundierung durchscheinen. Das gibt dann hässliche Dellen beim Trocknen.

Ganz wichtig ist noch, die Schalen vor dem Wiedereinbau von zentralem Clip und Mikrofonschutz mehrere Tage(!) voll durchtrocknen zu lassen, sonst zerkratzt man sich die Farbe und das ist dann je nach Originalfarbe der Schalen ärgerlich bis sehr ärgerlich...

Hera Triarii und Sig P226 LDC

Für den Fall, dass jemand mal vor dem gleichen Problem steht: Eine SIG Sauer P226 LDC passt nicht in die Hera Triarii für "SIG 226 (Picatinny Rail)"!

Allerdings sagte mir der nette Mitarbeiter am Telefon gerade, dass sie an einer passenden Version arbeiten würden.
Er konnte aber keinen Zeitrahmen nennen, entsprechende Ankündigungen würden wohl auf ihrer Facebook-Seite erscheinen, wenn es so weit wäre.

Wechsellaufsysteme und die 2/6-Regel

Nach Auskunft meines Landratsamtes (Heilbronn) zählt ein Wechsellaufsystem mit einem Kaliber kleiner als das Pistolenkaliber nicht im Sinne des Erwerbsstreckungsgebots.

Aber Achtung: Soweit ich im Internet gelesen habe "verbraucht" ein Wechsellaufsystem trotzdem einen Pistolenplatz im Tresor (wichtig, falls der nur eine begrenzte Pistolenzahl erlaubt).

Bedürfnisse und Voreinträge und die 2/6-Regel

Frage an mein Landratsamt, die für mich zuständige Waffenbehörde:
"[...] letzt ist bei uns im Training zur 2/6-Regel noch eine Frage aufgekommen:
Soweit ich weiß soll die Regel ja verhindern, dass man innerhalb eines halben Jahres mehr als zwei Waffen kauft, die ein Bedürfnis voraussetzen.

Meine Frage ist nun, wie sich das aus Ihrer Sicht darstellt:
  • Darf ich nur zwei Bedürfnisse innerhalb eines halben Jahres beantragen (die dann bewilligt werden),
  • oder kann ich beliebig viele Bedürfnisse beantrage, bekomme aber nur zwei Voreinträge in die WBK (falls ich Waffen für die grüne WBK kaufen will)
  • oder bekomme ich auch mehr als zwei Voreinträge und darf nur einfach den abschließenden Kauf einer dritten Waffe in dem Zeitraum nicht tätigen?"
Antwort:
"in dem Fall ist Ihre dritte Möglichkeit korrekt.
Sie bekommen auch mehr als zwei Voreinträge im Halbjahr, Sie dürfen nur nicht mehr als 2 Waffen im Halbjahr erwerben.
Ein Voreintrag ist ja nur die Erwerbsberechtigung und ein Jahr gültig.
"

Software für Drehscheibenschießanlage modernisieren

Ich bin seit fast einem Jahr Mitglied der Schützengilde Abstatt 1990 e.V., und in der ganzen Zeit haben wir nur zwei Mal die am Schießstand installierte Drehscheibenschießanlage genutzt, und das auch nur, als ich mal spaßeshalber mit der Steuerung herumgespielt habe.

Der Grund dafür ist meiner Ansicht nach, dass niemand auch nur auf die Idee käme, die genutzte Steuersoftware als benutzerfreundlich zu bezeichnen - sie ist im Gegenteil absolut unintuitiv.

Zugute halten muss man ihr, dass sie aus heutiger Sicht aus der digitalen Steinzeit stammt - sie läuft bei uns noch auf einem 80X86 unter Windows 3.0. Also dachte ich mir, nehme ich das mal in die Hand und kümmere mich um eine Modernisierung.

Es hat sich ziemlich schnell heraus gestellt, dass das nicht so einfach werden würde wie ich gehofft hatte: eine Google-Suche nach der Software Stschan des Herstellers Wierczeyko KG erbracht tatsächlich genau 0 Treffer - das hatte ich auch schon länger nicht mehr.

Also hab ich Schraubenzieher und Oszilloskop gezückt und mir die verwendete Schnittstelle und das Übertragungsprotokoll mal genauer angeschaut: Verwendet wir eine TTY-Schnittstelle vom Typ ISA-Karte 2x 20mA, 1kV isoliert der Firma Wiesemann & Theis; die konfigurierte Verschaltung sieht man hier:

Das genutzte Protokoll verwendet das heutzutage recht seltene Format 8N2 bei schon eher zu erwartenden 9600 Baud und besteht aus einer statischen, drei Byte lange Präambel (alle folgenden HEX-Angaben sind in LSB) 0x11 0x81 0xE4, gefolgt von (zumindest mal in unserem Fall, wir verwenden fünf Drehscheiben) drei Byte Nutzdaten.

In den Nutzdaten stehen je drei Bit für eine Drehscheibe, die verbleibenden zwei Füllbits stehen auf HIGH (= 0xC0). Bei der letzten Drehscheibe (in unserem Fall ist das die am weitesten rechts stehende) wird die Position zwei mal aufgezählt (= die beiden Drei-Bit-Gruppen des letzten Bytes sind jeweils identisch).

Die Bezeichnungen der möglichen Scheibenstellungen in der vorhandenen Software sind "E", "|" und "F". "E" ergibt sich aus der Bitfolg 0b011, "|" aus der Bitfolg 0b101 und "F" aus der Bitfolg 0b110 - pro Byte plus 0xC0 für die beiden Füllbits.

Der Screenshot links entspricht z.B. dem Datensatz 0x11 0x81 0xE4 0xF6 0xF5 0xF6 und somit der Stellung "FFF|F".

RS232 Adapter reagiert nicht

Für ein Projekt habe ich bei EBay einen RS232-Adapter auf Basis eines Max3232 erstanden. Das Problem: Er funktionierte nicht.

Er hatte in einer Auktion von Privat zwar nur einen Euro (plus Porto) gekostet, es wäre aber trotzdem ärgerlich, wenn er jetzt direkt in den Müll wandern müsste weil defekt, und auf Zirkus mit dem Verkäufer hatte ich auch keine rechte Lust.

Außerdem besteht in dem Fall, dass tatsächlich im Chip was kaputt sein sollte, die Chance, einen defekten Spannungsumsetzer zu umgehen und durch sein bislang brach liegendes Geschwister zu ersetzen, da der Max3232 nämlich glücklicherweise je zwei Umsetzer für Sender und Empfänger beinhaltet.

Also hab ich mein neues Oszilloskop ausgepackt und mich ans Werk gemacht. Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass das Problem doch ein Anderes war, als zuerst vermutet: Die Ausgangssignale am Chip passten durch die Bank zu meinen Test-Eingangssignalen, nur an den entsprechenden Pins beim verbauten 9-poligen Sub-D-Stecker kam nichts an.

Dementsprechend hab ich mir die Leiterbahnen und Lötstellen angesehen, und siehe da: Der Hersteller hat die falsche Platine verbaut!

Im direkten Vergleich zwischen dem männlichen und dem weiblichen Adapter kann man sehr gut erkennen, dass die Leiterbahnen zum jeweiligen Stecker identisch sind, also auf den jeweils gleichen Pin gehen, was bei einer asymmetrischen Steckerbelegung (RX und TX sind auf Pin 2 und 3) aber niemals der Fall sein kann!


Also habe ich mir meinen Dremel geschnappt, ein paar Leiterbahnen durchtrennt, mit dem Schraubenzieher etwas Lötstopplack abgekratzt, ein paar neue Verbindungen eingezogen, und jetzt läuft das Ganze.

(Auf die Bilder klicken um zu Vergrößern)

Gebrauchsanleitung für das Kahles Helia 5

Da ich kein vollständiges Handbuch für das Kahles Helia 5 gefunden habe, hier ein entsprechendes PDF.

Zigarettenanzünder ganz einfach von Dauerplus auf Zündungsplus umstellen

Seit kurzem bin ich glücklicher Besitzer eines schwarzen BMW 325i (e46, Baujahr 2002).

Das ich mit dem Wagen soweit glücklich bin merkt man daran, dass ich schon angefangen habe, ihn meinen Bedürfnissen anzupassen - unter Anderem hat mich gestört, dass die Buchse des Zigarettenanzünders standardmäßig an Dauerplus (s.g. "Klemme 30") angeschlossen ist: wenn ich also nicht will, dass mir das Ladegerät fürs Handy oder Navi mittelfristig die Batterie leer saugt, dann müsste ich es jedes Mal ausstecken, wenn ich das Auto verlasse, wozu ich aber keine Lust habe.

Also hab ich mal im Internet geschaut, wie Andere diese Situation gelöst haben, wie man mit möglichst wenig Aufwand mit dem Zigarettenanzünder auf Zündungsplus (s.g. "Klemme 15", "Klemme R" oder "Klemme 30g") wechseln kann, damit die KFZ-Steckdose nur dann unter Strom steht, wenn der Schlüssel gedreht ist (ob schon ab Schlüsselstellung ACC oder erst ab Schlüsselstellung ON war mir da erst mal egal).

Es hat sich aber relativ schnell gezeigt, dass es da wohl keine Patentlösung gibt und im Gegenteil recht viele Bastler am Werk sind, die im Zuge der Umbaumaßnahme Verkleidungsteile mit Schraubenziehern traktieren, den Sicherungskasten ausbauen oder gleich dem Kabelbaum mit Stromdieb, Lüsterklemme oder gar Lötkolben zu Leibe rücken, und so radikal wollte ich erst mal nicht in die Fahrzeugelektrik eingreifen.

Also habe ich nachgedacht, und mir infolge der Tatsache, dass die Automobilhersteller ja generell möglichst Kosteneffizient arbeiten, überlegt, dass sie wohl nicht für jede Sicherung ein Relais oder so einbauen würden, dass schaltet, wenn der Schlüssel gedreht wird. Ergo müssten einzelne Stromkreise noch vor den Sicherungen zusammengefasst sein, so dass man sie im Bündel schalten kann. Ich habe dann also mal einzelne Sicherungen (und auch leere Plätze) im Sicherungskasten durchgemessen, und dabei festgestellt, dass die untere Sicherungsreihe wohl an Dauerplus hängt, wohingegen die obere Reihe am Zündungsplus angeschlossen ist. (Die Sicherung für den Zigarettenanzünder in meinem Fall ist im Bild markiert, jeweils die untere Sicherungsbuchse führt Strom und die obere führt zum Verbraucher).

Aus dieser Erkenntnis heraus bin ich dann mit zwei Kabelschuhen, zwei Flachsteckern, etwas Kabel, Schrumpfschlauch, Klebeband, Lötzinn und -kolben bewaffnet zur Tat geschritten und habe mir einen kleinen Adapter zusammengelötet, der wie eine normale Sicherung auch in den Sicherungskasten eingesteckt wird, anders als diese den Strom aber aus einem freien Steckplatz in der "Zündungsplus"-Zeile zieht, und schon war ich fertig.



Wenn ich jetzt den Zündschlüssel drehen geht das Ladegerät wie gewünscht an oder aus.


Update: Ein Bekannter wollte auch einen Adapter haben, bei der Gelegeheit hab ich gleich das Design überarbeitet - jetzt braucht er noch weniger Platz und sieht im Sicherungskasten sauberer aus.


Wie man ein Recon Instruments MOD Live HUD öffnet

Ein lang gehegter Traum von mir ist ein Head-up-Display in meinen Motorradhelm einzubauen, um während der Fahrt den Blick nicht mehr zum Cockpit senken zu müssen, aber trotzdem kritische Informationen wie Blinker oder Öldruck immer im Blick haben zu können. Letzt habe ich mir zu diesem Zweck eine gebrauchte Recon MOD Live besorgt.

Um sie in den Helm einbauen zu können, muss die Elektronik aus dem für eine Skibrille geeigneten Gehäuse ausgebaut werden, um sie anschließend in ein speziell angefertigtes, Helm-geeignetes Gehäuse einbauen zu können.

Die Haupteinheit zu zerlegen ist sehr einfach, die beiden Kunststoffgehäuseteile sind mit 5 Stück "T6"-Torx-Schrauben und einem Metallring verbunden. Den Metallring kann man mit den Fingern oder einem Werkzeug zur Seite drücken, damit er aus seiner Halterung springt, dann kann man den Deckel einfach abheben.

Den Akku auszubauen gestaltet sich etwas schwieriger, dessen Gehäuse ist an den blauen Seiten verklebt. Für mich hat sich als zielführend herausgestellt, mit einem Schraubenzieher orthogonal in die Ritze zu drücken (siehe rote Pfeile). Dadurch löst sich der Kleber und die Gehäuseteile können ohne großen Schaden anzurichten getrennt werden.


Der Akku scheint eine Lithium-Polymer-Akkumulatorzelle zu sein, in der Größe "903041" mit 1200mAh.