Joghurt's Techblog

Pard NV007S

Ich habe jetzt vom Pard NV007A zum Pard NV007S gewechselt.

Gründe dafür waren für mich:
  • Es ist wasserdicht, man muss also auf Kondenswasser, wenn man aus dem Winterwald kommt, nicht mehr so aufpassen. Bei Regen hilft es natürlich auch.

  • 850nm vs. 940nm, gleiche Leistung
    Es gibt eine Version mit 940nm Infrarotlicht - da hatte ich bisher zwar mit 850nm noch keine Probleme bei Sau und Reh, aber Füchse drehen direkt wieder um und sind weg. Hirsche sind da wohl auch recht empfindlich, aber die haben wir hier nicht, daher kann ich dazu nichts fundiert sagen.
  • Es ist 2,5 Zentimeter kürzer, das hilft beim stehend freihändig schießen.
  • Der Einschaltknopf geht schwerer und es ist damit unwahrscheinlicher, dass sich das Pard in der Tasche einschaltet und dann leer ist wenn man es braucht.
  • Zusätzlich hat es noch (was ich vorher nicht wusste) eine Funktion namens "Pre-record", mit der es laut Handbuch wie bei einer Dashcam für Autos automatisch nur den Schuss und etwas drum herum aufnehmen und damit Speicherplatz und Akku sparen kann. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert.


Pard NV007S 940nm, Salzlecke auf 100 Meter bei 15-facher Vergrößerung am Zielfernrohr. Das Bild ist ein Screenshot aus einem Video, insofern ist das Bild schlechter als wenn man direkt durch das Gerät sieht!
Im direkten Vergleich fällt natürlich sofort der Metallkörper im Vergleich zum alten Plastikkörper auf, der fühlt sich weit wertiger an. Was mich anfangs etwas irritiert hat ist die Verbindungen zwischen Pard und Zielfernrohradapter und auch der IR Strahler, das ist alles etwas beweglich (vermutlich wegen der Dichtgummis). Bei einem Vorsatzgerät wäre das natürlich tödlich für die Präzision, aber beim Pard funktioniert das, da es als Aufsatzgerät ja erst nach dem Zielfernrohr ansetzt.

Mir ist auch aufgefallen, dass ich für maximale Schärfe bei höchster Vergrößerung den Parallaxeausgleich des Zielfernrohrs bei Nutzung des NV007S voll herunter drehen musste. Das hatte ich beim NV007A so nicht. Wenn die Parallaxe nicht stimmt kann maximal das Fadenkreuz oder das Ziel scharf werden, aber nicht beides zusammen.
Randbemerkung: Ich für meinen Teil achte bei Zielfernrohren mit mehr als möglicher 6-facher Vergrößerung immer darauf, dass es einen manuellen Parallaxeausgleich hat, eben wegen der möglichen gemeinsamen Schärfe! Dann lieber kein Rotpunkt oder so, aber Parallaxeausgleich muss sein!

Des Weiteren will ich noch anmerken, dass die Vergütung/Beschichtung meines DDoptics 2,5-15x56 N-FX Zielfernrohr mit den 940 Nanometern problemlos klar kommt.